Oberstufe
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Die Oberstufe am GaW

Für Eltern

Was sich in der Oberstufe gegenüber der Mittelstufe ändert, wie das Punktesystem funktioniert, wann Entscheidungen anstehen und was mit der Volljährigkeit anders wird.

Der Wechsel in die Oberstufe verändert den Schulalltag Ihres Kindes stärker, als es der Jahrgangswechsel vermuten lässt. Diese Seite beantwortet die Fragen, die Eltern uns am häufigsten stellen. Sie kommt ohne Paragrafen aus und verweist dorthin, wo die Einzelheiten stehen.

Was sich gegenüber der Mittelstufe ändert

Die Klasse verschwindet. Im Jahrgang 11 gibt es noch einen Klassenverband und eine Klassenlehrkraft. Ab Jahrgang 12 nicht mehr: Unterrichtet wird in Kursen, jede Schülerin und jeder Schüler hat einen eigenen Stundenplan. Wie das funktioniert, erklärt die Seite Das Leistenmodell.

An die Stelle der Klassenlehrkraft tritt eine selbst gewählte Lehrkraft. Ihr Kind wählt spätestens zu Beginn der Qualifikationsphase eine Tutorin oder einen Tutor, die oder der bis zum Abitur begleitet. Mehr dazu unter Das Tutorensystem.

Die Verantwortung verlagert sich. Termine, Klausurpläne, Rückgabefristen und Formulare werden nicht mehr eingesammelt und nachgehalten wie in der Mittelstufe. Ihr Kind ist verpflichtet, sich selbst zu informieren: über Aushänge, über die digitalen Ablagen der Schule und über die Informationen, die auf einer festgelegten Leiste verteilt werden.

Freistunden gehören dazu. Ein individueller Stundenplan bringt es mit sich, dass nicht jede Woche lückenlos gefüllt ist. Das ist kein Unterrichtsausfall, sondern eine Folge der freien Fächerwahl.

Das Punktesystem: was die Zahlen bedeuten

Ab dem Jahrgang 11 werden Noten in Punkte von 0 bis 15 umgerechnet. Die Umrechnung ist feiner als die Notenskala, weil jede Note in drei Stufen unterteilt wird.

Das Punktesystem: was die Zahlen bedeuten
NotePunkte
sehr gut15, 14, 13
gut12, 11, 10
befriedigend09, 08, 07
ausreichend06, 05, 04
mangelhaft03, 02, 01
ungenügend00

Drei Zahlen sollten Sie kennen:

  • 05 Punkte ist die Schwelle. Ab hier gilt ein Kurs als erfolgreich belegt.
  • Unter 05 Punkten spricht man von einem Unterkurs. Unterkurse sind nicht sofort gefährlich, aber nur in begrenzter Zahl zulässig: insgesamt sechs, je nach Fächerwahl höchstens sieben, davon höchstens drei in Fächern auf erhöhtem Anforderungsniveau.
  • 00 Punkte sind etwas anderes als eine schlechte Note. Ein Kurs mit 00 Punkten zählt wie ein nicht belegter Kurs. Damit ist die Belegungsverpflichtung nicht erfüllt, und die Zulassung zur Abiturprüfung steht infrage. Wenn sich das abzeichnet, meldet sich die Schule bei Ihnen.

Wie sich daraus am Ende die Abiturnote errechnet, steht auf der Seite Gesamtqualifikation und Abitur.

Wann welche Entscheidungen anstehen

Wann welche Entscheidungen anstehen
ZeitpunktEntscheidung
vor dem Eintritt in die EinführungsphaseFremdsprachen, musisch-künstlerisches Fach, Religion oder Werte und Normen, drei Naturwissenschaften
im Verlauf der EinführungsphaseSporttheorie, wenn der sportliche Schwerpunkt angestrebt wird
Vorwahlen für die QualifikationsphaseSchwerpunkt und Fächer
Hauptwahlen für die Qualifikationsphaseverbindliche Wahl, dazu Sportkurse und Seminarfach
zu Beginn des Jahrgangs 12Wahl der Tutorin oder des Tutors

Wo Sie erfahren, wie es läuft

Der Elternabend. Zu Beginn des Schuljahres lädt die Schule zum Elternabend des Jahrgangs ein. Dort werden die Regelungen des Jahres vorgestellt und die Elternvertretung gewählt. Eingeladen werden die Eltern minderjähriger Schülerinnen und Schüler; nur sie sind auch wählbar. Für Familien, die den Wechsel an unsere Schule erst planen, gibt es einen eigenen Informationsabend. Er findet im noch nicht festgelegt statt.

Die Zeugnisse. In der Qualifikationsphase erhalten Sie am Ende jedes Halbjahres ein Zeugnis mit den Punktzahlen der belegten Kurse. Es ist die verlässlichste Zwischenbilanz auf dem Weg zum Abitur.

Das Gespräch. Bei fachlichen Fragen wenden Sie sich an die Fachlehrkraft, bei allem Übergreifenden an die Tutorin oder den Tutor, bei Fragen zur Laufbahn an Herrn Aledo, Frau Ehlers oder Herrn Schnibbe. Diese Adresse erreicht alle drei auf einmal:

oberstufe (at) gaw-iserv.de Diese Adresse erreicht die gesamte Oberstufenkoordination.

Büro
Räume 008B und 008C
Sprechzeit
auf Anfrage

Was mit der Volljährigkeit anders wird

Sobald Ihr Kind volljährig ist, ändert sich die Rechtslage, auch mitten im Schuljahr:

  • Entschuldigungen und Anträge unterschreibt Ihr Kind selbst; eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten ist dann nicht mehr erforderlich.
  • Auskünfte der Schule an Eltern sind nur noch mit Einverständnis der volljährigen Schülerin oder des volljährigen Schülers zulässig. Viele Familien regeln das einvernehmlich. Ein Gespräch darüber lohnt sich, bevor der Fall eintritt.
  • In die Elternvertretung können Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler nicht gewählt werden.
  • Unverändert bleibt: Bei Klausurversäumnissen ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen, und auch bei einer Erkrankung von mehr als drei Tagen wird sie verlangt. Die Volljährigkeit ändert daran nichts.

Die Einzelheiten stehen auf der Seite Entschuldigungen und Beurlaubungen.

Wenn es nicht bis zum Abitur reicht

Nicht jeder Weg endet mit dem Abitur, und das ist kein Scheitern. Wer die Oberstufe vorher verlässt, kann den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben, frühestens nach zwei Halbjahren der Qualifikationsphase. Zusammen mit einer Berufsausbildung, einem einjährigen Praktikum oder einem Freiwilligendienst führt er zum Studium an einer Fachhochschule.

Wichtig ist der Zeitpunkt: Ob ein weiteres Halbjahr die Punktebilanz verbessert, lässt sich nur vorher entscheiden. Sprechen Sie uns deshalb früh an. Einzelheiten stehen unter Fachhochschulreife.

Erfahren wir, wenn die Leistungen abrutschen?

Bei gefährdeter Versetzung oder gefährdeter Abiturzulassung informiert die Schule Sie. Warten Sie darauf aber nicht. Suchen Sie das Gespräch, sobald Sie Sorgen haben.

Muss mein Kind ein eigenes Gerät anschaffen?

In der Oberstufe wird mit mitgebrachten Geräten gearbeitet. Welche Regeln dafür gelten, steht auf der Seite BYOD und digitale Regeln.

Wie viel Unterricht hat mein Kind pro Woche?

In jedem Halbjahr sind durchschnittlich mindestens 32 Wochenstunden zu belegen. Durch Freistunden verteilt sich das unterschiedlich über die Woche.

Was kostet die Oberstufe?

Neben den üblichen Lernmitteln fallen vor allem Kosten für die Studienfahrt im Jahrgang 13 und für einzelne Sportkurse an.

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Stand dieser Seite: August 2026